Über uns
Unsere Hauptaufgabe ist die Feier der Liturgie in Stundengebet und ihrem Höhepunkt, der Eucharistiefeier, die an Sonn– und Festtagen sowie mehrmals in der Woche durch den gregorianischen Choral feierlich gestaltet wird. Im Auftrag der Kirche und stellvertretend für alle Glieder des Gottesvolkes verrichten wir diesen Dienst in Vereinigung mit unserem Mittler Jesus Christus und tragen dabei alle Anliegen von Kirche und Welt vor den dreifaltigen Gott. Unserer Lage am Rande des Zentrums der Bischofsstadt verdanken wir, dass täglich ein Priester vom Dom in unserer Kapelle die Messe zelebriert.
Die Anbetung des eucharistischen Herrn, die für unseren Ordenszweig charakteristisch ist, vollzieht sich in der Weise, dass tagsüber stets eine Schwester vor dem Tabernakel anwesend ist. Auch die Tradition, dass jeden Vormittag eine Schwester im Geiste der Stellvertretung mehrere Stunden vor dem Tabernakel betet (Reparationstag), wird bis heute fortgesetzt. Jeden Donnerstag und Sonntag wird am Vormittag das Allerheiligste auf dem Altar zur Anbetung ausgesetzt.
Die geistliche Lesung (Lectio Divina) gehört zu den Wesenselementen benediktinischen Mönchtums. Benedikt versteht die lectio divina als unentbehrliches Mittel für ein geistliches Leben. „Lesung“ im Sinne des heiligen Benedikt meint jedoch nicht allein die Lesung der Heiligen Schrift, Betrachtung und Meditation, sondern auch Lernen und Studieren (RB 8,3), um aus den Quellen des geistlichen Lebens zu schöpfen, damit das Verständnis der überlieferten Wahrheiten wächst. So hilft sie bei der Vorbereitung und Weiterbildung im monastischen Leben.
Geistliches Direktorium
Als Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament pflegen wir sowohl das gemeinschaftliche als auch das persönliche und innere Gebet. Beides befruchtet und ergänzt einander und führt uns, wenn wir wahrhaft Gott suchen, unter Antrieb des Heiligen Geistes durch eine fortschreitende Reinigung des Herzens zur Vereinigung mit Gott. Der heilige Benedikt wie auch Mutter Mechtilde messen dem inneren Gebet große Bedeutung bei.
Eine notwendige Voraussetzung und wirkliche Hilfe für das monastische kontemplative Leben ist das Schweigen. Eine Atmosphäre der Stille und Sammlung macht uns feinfühlig für Gott und den Nächsten.